Florian
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1867 Gründungsjahr
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1866 Brand der Küffner-Mühle, (später: Stella-Schleifscheibenwerke, heute: KEC-Parkhaus)

1867 Als am 1. März 1867 am oberen Markte vier große Häuser in hellen Flammen standen und
        bis auf die Grundmauern niederbrannten, wirkte dies wie ein Schock auf die Bevölkerung.
        Dabei hätten beide Brandunglücke, wenn nicht ganz verhütet, so doch wenigstens
        in ihren katastrophalen Auswirkungen gemindert oder eingedämmt werden können, 
        wenn – nach Meinung vieler einsichtiger Bürger – eine geübte und geordnete Wehr zur
        Verfügung gestanden hätte.     

Pfarrvikar Johann Conrad Oberster
 
        Vier Männer dachten immer wieder an diese Brandkatastrophe und ihre Ursachen. Es
        waren der 26-jährige aus Hutschdorf bei Thurnau stammende evangelische Pfarrvikar
        Johann Conrad Oberster, der Lehrer und Kantor Jonas Schletz, der Kupferschmiede-
        meister und Mechaniker Johann Gabriel Seeberger (späterer Bürgermeister) und der
        praktische Arzt Dr. Schneider.

1867 Vikar Oberster schrieb am 8. März 1867 an den Magistrat von Redwitz: "Einem wohllöb-
        lichen Magistrat wird andurch zur schuldigen Anzeige gebracht, daß heute abend um
        1/2 7 Uhr im Troegerschen Gasthaus (existiert nicht mehr; heute Intersport-Glass) eine 
        Versammlung stattfindet, um Vorbereitungen in Sachen einer zu errichtenden freiwilligen
        Feuerwehr zu pflegen ..."
        
        In der gut besuchten Versammlung sprachen sich die erschienen Bürger einstimmig für
        die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr aus. Sie beauftragte Dr. Schneider, Schletz
        und Seeberger einen entsprechenden Antrag an den Magistrat zu richten.
 
1867 Kantor Schletz schrieb diesen am 16. März 1867: "Wohllöblicher Magistrat! Die bei dem   
        letzten Brand an den Tag getretene Unordnung im Feuerlöschwesen hat eine Anzahl
        hiesiger Bürger und Bürgersöhne veranlaßt, in einer am 8. ds. Monats abgehaltenen
        Versammlung die Mittel gegen eine für die Sicherheit des hiesigen Marktes so gefährliche
        Erscheinung in Betracht zu ziehen. Der Vorschlag, eine freiwillige Feuerwehr zu gründen,
        fand allseitige Zustimmung und es wurden die Unterzeichneten mit dem Auftrage
        betraut, die notwendigen Statuten zu entwerfen und dem Magistrat mit der Bitte zu
        übergeben, die einleitenden Schritte zur Bildung einer freiwilligen Feuerwehr in
        möglichster Bälde zu thun. Indem sich die Unterzeichneten des ihnen gewordenen
        Auftrages hiemit entledigen, erachten sie es für überflüssig, die Notwendigkeit zur
        sofortigen Gründung eines solchen Institus noch weiter hervorzuheben, sie glauben
        vielmehr annehmen zu dürfen, daß der wohllöbliche Magistrat Redwitz in vorsorglicher
        Berücksichtigung des Gemeindewohls weder Mühe noch Kosten scheuen werde, die
        dazu dienen, unseren Ort vor Feuersgefahr möglichst sicherzustellen.
        J. Schletz - J.G. Seeberger - Dr. Schneider
 
1867 Magistrat und Gemeindekollegium berieten ziemlich lang über die Angelegenheit. Aber
        als am 8. April 1867 weitere 11 Häuser in der Ottostraße abbrannten, handelte der
        Magistrat rasch.
 
1867 Durch den Polizeidiener Hermannsdörfer mußte am 11. April mittels Glocke öffentlich 
        verkünden, daß "-behufs Gründung einer freiwilligen Feuerwehr alle erwachsenen männ-
        lichen Einwohner hiesigen Marktes zu einer Versammlung auf Sonntag, den 14. ds.
        Monats nachmittags 1/2 3 Uhr, im Rathaussaale recht dringend eingeladen werden.
 
1867 In dieser Versammlung unter Vorsitz von Dr. Schneider, zu der etwa 180 Redwitzer und
        11 Dörflaser erschienen waren, wurde die Gründung eines "Freiwilligen-Feuerwehr-
        Vereins" einmütig beschlossen. 81 Redwitzer Marktbewohner traten sofort als
        Mitglieder bei. Da sich nur 11 Dörflaser Bürger in die aufgelegten Listen eingetragen
        hatten, wurde die vom Magistrat in puncto Wehr wiederholt  angestrebte Zusammen-
        arbeit wieder fallen gelassen.
 
        Der 14. April 1867 ist damit der Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr Marktredwitz.
 
        Die von Dr. Schneider, Schletz und Seeberger ausgearbeiteten ersten Statuten wurden
        vom Magistrat genehmigt, in Wunsiedel gedruckt und verteilt.
 
        Nach dieser Satzung stand der Feuerwehr ein Ausschuß vor, der sich aus dem Bürger-
        meister, je 2 Mitglieder des Magistrats und des Gemeindekollegiums, dem Hauptmann,
        den beiden Spritzenführern, dem Obersteiger und dem Führer der Rettungsmannschaft
        zusammensetzte. Hauptmann und Adjudant mußten mit Stimmzetteln gewählt werden.
 
         Gabriel Seeberger           Robert Bock
 
1867 In der ersten Generalversammlung am 5. Mai unter dem Vorsitz von Kantor Schletz
        wurden die Statuten genehmigt und der Kupferschmiedemeister und Mechaniker Johann
        Gabriel Seeberger, Blechwarenfabrikant, zum Hauptmann gewählt und Robert Bock
        sowie Andreas Conrad Adjudanten. Der Magistrat ordnete Friedrich Fickentscher und
        Adam Beyer in den Feuerwehrausschuß ab. Erster Vorstand wurde somit Bürgermeister
        Johann Konrad Bauer, Schriftführer und Kassier der Marktschreiber Carl Wälzel.
 
1867 Am 13. Juni wurden die Führer eingeteilt.
 
1867 Die Mitglieder versammelten sich am 4. August vor dem Rathaus, wo sie in die einzelnen
        Züge aufgeteilt wurden. In den Steigerzug kamen 28 Männer, darunter 23 Mitglieder des
        hiesigen Turnvereins. Jeder Feuerwehrmann erhielt die Statuten und eine Halsbinde als
        Abzeichen.
 
1867 Am 15. August wurde vom Magistrat eine neue Feuerlöschordnung erlassen.
 
        Die ursprüngliche Begeisterung für die Freiwillige Feuerwehr flaute jedoch sehr rasch ab.
        Die geringe Teilnahme an der ersten Übung am 2. September nachmittags auf dem
        Marktplatz veranlaßte den Magistrat die noch säumigen Marktbewohner mittels Glocke
        zum unverzüglichen Beitritt öffentlich aufzufordern. Daraufhin meldete sich eine statt-
        liche Zahl von Bürgern und Bürgerssöhnen beim Hauptmann Seeberger als Mitglieder an.
        Die Wehr zählte nunmehr 149 Männer.
 
 
 
Termine
22.05.2012
19.30 Uhr, Gruppenübung 1-3

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05.06.2012
19.30 Uhr, Gruppenübung 1-4

mehr
09.06.2012
18.00 Uhr, Übergabe Rüstwagen

Antreten in Uniform
14.06.2012
19.30 Uhr, FF Lorenzreuth

THL-Übung
16.06.2012
21.00 Uhr, Johannisfeuer

am 24-Örterstein
17.06.2012
8.00 Uhr, Hist. Feuerwehrverein

Abfahrt nach Kronach
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19.06.2012
19.30 Uhr, Objektübung 3

CeramTec
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26.06.2012
Aufbau Gartenfest

30.06.2012
Gartenfest

bis Sonntag, 1. Juli
03.07.2012
Abbau Gartenfest

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