Brand einer Filteranlage in einem Gewerbebetrieb, Leutendorf
Datum: 04.05.2009
Die Freiwilligen Feuerwehren Marktredwitz, Leutendorf, Lorenzreuth, Brand-Haingrün sowie die Werkfeuerwehr CeramTec waren zum Brand einer Filteranlage in einem Gewerbebetrieb in Leutendorf eingesetzt.
Ausgerückte Fahrzeuge:
FF Marktredwitz 40/1, 21/1+P250, 30/1, 11/1, 10/1, 61/1, 43/1, 81/1,
FF Leutendorf 44/1, FF Lorenzreuth 43/1, FF Brand-Haingrün 10/1, 47/1,
Werkfeuerwehr CeramTec 11/1, 40/1
Trotz Funktionieren aller Brandschutzeinrichtungen an der Filteranlage für Metallschleifstaub mit automatischer Löschanlage sowie Warneinrichtung ließ es sich nicht vermeiden, dass es zu dem Brand kam. Pulver brachte als Löschmittel nicht den gewünschten Erfolg, daher wurden die brennenden Filtermatten mit Wasser gelöscht, nachdem keine Explosionsgefahr durch Metallstaub mehr bestand. Die Anlage musste komplett ausgeräumt werden, um das Feuer löschen zu können.
Eine Löschwasserversorgung wurde durch die FF Leutendorf aufgebaut. Insgesamt wurden 20 Atemschutzgeräteträger eingesetzt. Eine vorsorgliche Warnung an die benachbarte Bevölkerung, Türen und Fenster geschlossen zu halten, wurde ausgegeben.
Im Betriebsgebäude wurde eine weitere erwärmte Rohrleitung lokalisiert. Ein Rohrstück wurde entfernt.
Eine sehr große Hilfe bei Bränden dieser Art ist die Wärmebildkamera, mit der sich heiße Brandstellen gut eingrenzen lassen.
Die Frankenpost berichtet in ihrer online-Ausgabe (www.frankenpost.de) vom 04.05.2009 folgendes:
GROSSEINSATZ FÜR FÜNF FEUERWEHREN
Scherdel evakuiert 80 Mitarbeiter
Scherdel evakuiert 80 Mitarbeiter
Im Leutendorfer Werk gerät am Montagmorgen eine Filteranlage in Brand. 50 Feuerwehrleute rücken mit schwerem Atemschutz an.
Von Peggy Biczysko
Ein Großeinsatz der Feuerwehren hat diesen Montag für Aufsehen in Marktredwitz gesorgt. Im Scherdel-Werk in Leutendorf war am Morgen eine Filterkassette der Staubfilteranlage in Brand geraten. 80 Beschäftigte des Federnherstellers mussten evakuiert werden.
Mit schwerem Atemschutz und Pulver musste die Feuerwehr versuchen, den Brand der Filteranlage im Leutendorfer Scherdel-Werk in Griff zu bekommen.
Glücklicherweise wurde bei dem Brand niemand verletzt. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Sie dürfte sich jedoch angesichts des Produktionsausfalls im fünfstelligen Bereich bewegen, wie Betriebsleiter Erwin Lindner auf Anfrage der Frankenpost mitteilte.
Gegen 7.45 Uhr schlug die Brandmeldeanlage im Leutendorfer Scherdel-Werk an. Die 80 Leute, die zur Frühschicht gekommen waren, reagierten schnell, aber nicht panisch. Die Evakuierung aus der Firma wird laut Lindner regelmäßig geübt. Und so standen bereits alle Beschäftigten draußen, als die Feuerwehr auf dem Gelände des Unternehmens anrückte. "Die Feuerwehr war sehr schnell da", lobte Lindner.
In erster Linie waren bei diesem Einsatz Wehrleute mit schwerem Atemschutz gefragt. Die Feuerwehren aus Leutendorf und die Werksfeuerwehr der Firma Ceramtec waren als erste am Unglücksort. Mannschaften der Marktredwitzer Wehr, aus Lorenzreuth und Brand folgten kurz darauf. "Wir hatten etwa 50 Leute im Einsatz, der Großteil davon waren Atemschutzgeräteträger", sagte Stadtbrandinspektor Harald Fleck der Frankenpost.
So richtig brenzlig wurde es, als die Feuerwehr die Filteranlage öffnete, um die teilweise noch brennenden Filterkassetten zu entfernen. Dadurch war Sauerstoff in die Anlage gekommen, wodurch eine größere Rauchwolke aufstieg und das Feuer so richtig zu lodern begann. Da zunächst niemand sagen konnte, ob die Wolke giftige Substanzen enthält, wurde vorsorglich eine Rundfunkdurchsage veranlasst, damit die Anwohner ihre Fenster und Türen geschlossen halten. "Es war aber nie kritisch", versicherte der Betriebsleiter. Es sei kein giftiges Gas ausgeströmt. Die Rauchwolke indes bahnte sich ihren Weg mit dem Wind in Richtung Waldershof. "Die Nachbarschaft war nicht gefährdet", so Erwin Lindner.
Stadtbrandinspektor Fleck, der den knapp dreistündigen Einsatz im Marktredwitzer Ortsteil leitete, betonte, dass mit der Evakuierung alles ganz gut funktioniert habe. Es zahle sich schon aus, öfter den Ernstfall zu proben. Auch deshalb liege der Zentrale der Feuerwehr ein Plan sämtlicher Unternehmen vor, um sich auf alle Gefahren einstellen zu können. "Wenn Metall brennt, können mehrere 1000 Grad Celsius entstehen. Würde man da mit Wasser löschen, käme es zu einer regelrechten Explosion", erläuterte Fleck, dass der Fall in Leutendorf schon speziell gewesen sei.
Die Wehren rückten dem Feuer daher zunächst mit Pulver zuleibe. Zwar habe jede Filteranlage, die den modernsten Anforderungen wie die in Leutendorf entspreche, eine eigene Löschanlage. "Doch das reicht meist nicht aus", meinte der Stadtbrandinspektor. Nach dem Pulvereinsatz löschten die Einsatzkräfte den Brand mit Wasser. In der verqualmten Halle setzten sie ein Lüfter-Gerät ein.
Dass dies notwendig war, bestätigte der Leutendorfer Betriebsleiter. Die Frühschicht, die evakuiert werden musste, hatte Erwin Lindner bereits nach Hause geschickt, weil ein Arbeiten in der Halle nicht mehr möglich war. Gegen Mittag jedoch wurde in Teilbereichen des Unternehmens schon wieder gearbeitet. Und auch die Nachmittagsschicht konnte ihren Dienst in der Produktionshalle antreten.
Ebenfalls gegen Mittag waren Mitarbeiter des Anlagen-Herstellers aus Amberg damit beschäftigt, die Filterelemente auszutauschen und nach dem Auslöser für den Brand zu suchen. Erwin Lindner vermutet, dass sich der Filter selbst entzündet hat. "Es war leider nicht das erste Mal, dass es bei uns zu einem Filterbrand gekommen ist." Durch die stets aktuelle Technik werde das System zwar ständig verbessert, aber leider komme es doch auch zu derartigen Zwischenfällen, bedauerte Lindner. "Aber die Brandmelde-Einrichtung hat sehr gut funktioniert."
Wie hoch der Schaden für Scherdel ist, vermochte der Betriebsleiter noch nicht einzuordnen. Er geht jedoch von einem fünfstelligen Betrag aus. Immerhin habe man durch den Brand einige Stunden Produktionsausfall verkraften müssen.
Glücklicherweise wurde bei dem Brand niemand verletzt. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Sie dürfte sich jedoch angesichts des Produktionsausfalls im fünfstelligen Bereich bewegen, wie Betriebsleiter Erwin Lindner auf Anfrage der Frankenpost mitteilte.
Gegen 7.45 Uhr schlug die Brandmeldeanlage im Leutendorfer Scherdel-Werk an. Die 80 Leute, die zur Frühschicht gekommen waren, reagierten schnell, aber nicht panisch. Die Evakuierung aus der Firma wird laut Lindner regelmäßig geübt. Und so standen bereits alle Beschäftigten draußen, als die Feuerwehr auf dem Gelände des Unternehmens anrückte. "Die Feuerwehr war sehr schnell da", lobte Lindner.
In erster Linie waren bei diesem Einsatz Wehrleute mit schwerem Atemschutz gefragt. Die Feuerwehren aus Leutendorf und die Werksfeuerwehr der Firma Ceramtec waren als erste am Unglücksort. Mannschaften der Marktredwitzer Wehr, aus Lorenzreuth und Brand folgten kurz darauf. "Wir hatten etwa 50 Leute im Einsatz, der Großteil davon waren Atemschutzgeräteträger", sagte Stadtbrandinspektor Harald Fleck der Frankenpost.
So richtig brenzlig wurde es, als die Feuerwehr die Filteranlage öffnete, um die teilweise noch brennenden Filterkassetten zu entfernen. Dadurch war Sauerstoff in die Anlage gekommen, wodurch eine größere Rauchwolke aufstieg und das Feuer so richtig zu lodern begann. Da zunächst niemand sagen konnte, ob die Wolke giftige Substanzen enthält, wurde vorsorglich eine Rundfunkdurchsage veranlasst, damit die Anwohner ihre Fenster und Türen geschlossen halten. "Es war aber nie kritisch", versicherte der Betriebsleiter. Es sei kein giftiges Gas ausgeströmt. Die Rauchwolke indes bahnte sich ihren Weg mit dem Wind in Richtung Waldershof. "Die Nachbarschaft war nicht gefährdet", so Erwin Lindner.
Stadtbrandinspektor Fleck, der den knapp dreistündigen Einsatz im Marktredwitzer Ortsteil leitete, betonte, dass mit der Evakuierung alles ganz gut funktioniert habe. Es zahle sich schon aus, öfter den Ernstfall zu proben. Auch deshalb liege der Zentrale der Feuerwehr ein Plan sämtlicher Unternehmen vor, um sich auf alle Gefahren einstellen zu können. "Wenn Metall brennt, können mehrere 1000 Grad Celsius entstehen. Würde man da mit Wasser löschen, käme es zu einer regelrechten Explosion", erläuterte Fleck, dass der Fall in Leutendorf schon speziell gewesen sei.
Die Wehren rückten dem Feuer daher zunächst mit Pulver zuleibe. Zwar habe jede Filteranlage, die den modernsten Anforderungen wie die in Leutendorf entspreche, eine eigene Löschanlage. "Doch das reicht meist nicht aus", meinte der Stadtbrandinspektor. Nach dem Pulvereinsatz löschten die Einsatzkräfte den Brand mit Wasser. In der verqualmten Halle setzten sie ein Lüfter-Gerät ein.
Dass dies notwendig war, bestätigte der Leutendorfer Betriebsleiter. Die Frühschicht, die evakuiert werden musste, hatte Erwin Lindner bereits nach Hause geschickt, weil ein Arbeiten in der Halle nicht mehr möglich war. Gegen Mittag jedoch wurde in Teilbereichen des Unternehmens schon wieder gearbeitet. Und auch die Nachmittagsschicht konnte ihren Dienst in der Produktionshalle antreten.
Ebenfalls gegen Mittag waren Mitarbeiter des Anlagen-Herstellers aus Amberg damit beschäftigt, die Filterelemente auszutauschen und nach dem Auslöser für den Brand zu suchen. Erwin Lindner vermutet, dass sich der Filter selbst entzündet hat. "Es war leider nicht das erste Mal, dass es bei uns zu einem Filterbrand gekommen ist." Durch die stets aktuelle Technik werde das System zwar ständig verbessert, aber leider komme es doch auch zu derartigen Zwischenfällen, bedauerte Lindner. "Aber die Brandmelde-Einrichtung hat sehr gut funktioniert."
Wie hoch der Schaden für Scherdel ist, vermochte der Betriebsleiter noch nicht einzuordnen. Er geht jedoch von einem fünfstelligen Betrag aus. Immerhin habe man durch den Brand einige Stunden Produktionsausfall verkraften müssen.
| Bilder vom 04.05.2009 | ||||






