Freiwillige Feuerwehr Marktredwitz

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Florian

Der Busunfall von Münchberg - Unterricht

Der Busunfall auf der A 9 bei Münchberg, bei dem 18 Menschen verbrannten, war Thema eines Unterrichts bei der FF Marktredwitz. Oliver Andrae vom BRK-Kreisverband Hof informierte über den Einsatzablauf aus Sicht des Rettungsdienstes. Während des Einsatzes wechselten die Schwerpunkte von Brandbekämpfung über Personenbetreuung zu Technischer Hilfeleistung (Leichenbergung).
 
Er zeigte die geografischen Gegebenheiten und berichtete über die kalte Lage am 03.07.2017 um ca. 7.00 Uhr. Auf der Autobahn rollte der Berufsverkehr, eine Baustelle führte zu Verzögerungen. Die Alarmierung durch die ILS Hochfranken erfolgte mit dem Einsatzstichwort "Brand Bus außerhalb Ortschaften, Personen in Gefahr". Anhand von Videos zeigte er die Einsatzsituation: den brennenden Bus sowie einen brennenden Lkw-Anhänger. Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte war vom Bus im Wesentlichen nur noch die Metallkonstruktion übrig. Ein Augenzeuge berichtete, dass es so heiß war, dass der Bereich des Mittelstreifens nicht betreten werden konnte.
 
Der Referent zeigte Aufstellung und Bereitstellungsräume der Einsatzfahrzeuge und der fünf Rettungshubschrauber sowie die Einsatzabschnitte: Lkw-Anhänger, Reisebus, Böschung und Rettungsdienst. Er berichtete über den zeitlichen Ablauf von der Alarmierung bis zum Einsatzende, über die Information der Politik vor Ort und die Pressearbeit. Ein wesentlicher Punkt war die Psychosoziale Notfallversorgung und Stressbewältigung von Überlebenden und Einsatzkräften.
 
Insgesamt waren 371 Einsatzkräfte vor Ort. Zwischenzeitlich gibt es auch Erkenntnisse über den Unfallhergang: teilweiser Aufprall des Buses auf den Lkw, unter Druck austretender Diesel, Lichtbogen durch Lichtmaschine, rollender Bus über brennbares Gemisch. Eine Verkettung unglücklicher Umstände, da technisches oder menschliches Versagen ausgeschlossen werden konnte.
 

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