Freiwillige Feuerwehr Marktredwitz

Freiwillige Feuerwehr Marktredwitz

Florian

Vor der Gründung

In die Chronik wurden neben Bränden auch Naturereignisse aufgenommen, die in der heutigen Zeit möglicherweise einen Feuerwehreinsatz zur Folge hätten, weiterhin weitere bedeutende Ereignisse.
Warum brachen im Markt Redwitz früher so viele Brände aus? Die meisten eng beieinander stehenden Gebäude mit Stroh- oder Schindeldächern und sogar meist Schlöte aus Holz, angebaute Städel, Backöfen, Flachsdörren und Töpferbrennöfen waren die Ursachen für die Feuersgefahr. In Kriegszeiten zündeten oftmals fremde Soldaten Scheunen und Getreideböden an.

1117 Am 3. Januar richtete ein "großerdbieben" von Oberitalien bis ins deutsche Mittelgebirge "große Verheerungen" an.
 
1135 Erstmalige Erwähnung von "Radewize"
 
1198 Am 4. Mai großes Beben im "Beyerland Nordskaw an dem Behmerwald"

1329 Am 22. Mai Erdbeben zu Prag, in ganz Böhmen und Bayern.
 
1339 fiel Redwitz an das Kloster Waldsassen.
 
1341 Abt Franziskus Kübel von Waldsassen verkauft Redwitz an die Stadt Eger.
 
1384 Das Marktdorf Redwitz wird zum Markt mit Egerischen Stadtrechten erhoben. Damit erhält Redwitz auch das Recht Mauern, Türme
          und Tore zu bauen.
     

 Gedenktafel im Historischen Rathaus
 
1415 bis 1430 Die ersten großen Brände, von denen wir aber nichts näheres wissen, wurden in dieser Zeit durch plündernde Hussiten          
          entfacht.
 
1435 Unaufhörlicher Regen vernichtete die gesamte Getreideernte im Fichtelgebirge, aber auch im ganzen Deutschen Reich. 

1504 Im Bayerischen Erbfolgekrieg ließ Böhmenkönig Wenzel dem Pfalzgrafen Rupprecht 7000 Mann Hilfstruppen zuführen. Diese kamen
          am 7. August auf ihrem Rückzug auch nach Redwitz, das sie ausraubten und teilweise einäscherten, wobei u.a. Rathaus und Kirche
          beschädigt wurden.
 
1511 Erdbebenstöße zu Bamberg, Nürnberg, Bayreuth und Hof. Der Herd der Erschütterung lag im Ries.
 
1517 Am 26. Juni fand wieder ein "Riesbeben" statt, das auch im ganzen Fichtelgebirge, besonders zu Bayreuth verspürt wurde.
 
1530 wird Redwitz von einer Mauer und 3 Toren umgeben. 
 
1534 Am Dienstag nach Jakobi (28. Juli) zwischen 11 und 12 Uhr mittags hat sich in Redwitz ein Feuersbrand begeben in Simon Prellen
          Behausung, welcher also schnell und urplötzlich hin und wieder uff die Häuser, sonderlich uff die Strohdächer der Städel - so damals
          im Markt standen - , geflohen, also, dass der ganze Markt samt der Kirch und andern Türmen, auch die Glocken, in Grund verbronnen
          und zerschmolzen, zwei seiner jungen Leut verdorben, nämlich Georg Krootenschmied, so in der Gassen zwischen Hannsen
          Taubenmärckel und Hannsen Weyher Häusern wegen der großen Hitz gefallen und bald darauf gestorben und Catharina, eine
          Tochter des ehrsamen alten Hannsen Wuttig, Bürgermeisters, ein ehrlich Weib Herrn Nikol Miesels, so in dem Keller erstickt und
          verbrannt und seind samt dem Markt alle Häuser in der Badgass' und vor dem Untern Tor verbronnen. 

          Nach dieser Katastrophe bat der Rat von Redwitz in Eger um Befreiung aller Steuern und Abgaben, was auch für drei Jahre bewilligt
          wurde. 
       
1542 Kaum nach dem Wiederaufbau brach abermals ein gefährliches Feuer aus. Es wurde ein beträchtlicher Teil der Ortschaft zerstört,
          darunter die Kirche mit Turm.
        
1552 Am 6. März Erdbeben zu Eger und Wunsiedel.
 
1556 Am 24. Januar Erdbeben im Fichtelgebirge, sowie im Böhmischen und Bayerischen Wald.
 
1572 Am 22. Januar heftiges Beben drei Tage hindurch in Franken, namentlich in Selb, Hof und Bayreuth.

1607 Die erste Feuerordnung aus dem Jahr 1607, die für den Markt Redwitz überliefert ist, enthält viele Vorschriften und droht im Falle
          Missachung mit harter Strafe. Anlass für den Beschluss war ein schweres Brandunglück, das kurz zuvor Wunsiedel heimgesucht hatte
          und die Furcht der Redwitzer, dass ihrem Heimatort ähnliches widerfahren könne.

          Völlig fehlt allerdings die genaue Arbeitsaufteilung im Brandfall, die meistens in derartigen Vorschriften das Kernstück darstellt.
          Dagegen sind diejenigen Personen genannt, die neben den Feuerbeschauern die Hauptverantwortung für die Feuersicherheit des
          Ortes trugen: Nachtwächter und Türmer. Die beiden Berufe wurden in Marktredwitz sehr wichtig genommen. Für beide ist eine eigene
          Dienstordnung überliefert.
 
1637 Am 10. August Erdbeben in unserem Raum zu verspüren.
 
1638 Den 23. Mai hat Hans Sommer zu Wölsau einen Bienenschwarm eingetan. Und weil er mit dem Rauchfass unvorsichtig umgangen
          und dem Gestrohe damit zu nahe kam, so ist das Feuer alsbald angegangen und dann weiter in einen Stadel geraten. Es hat so
          überhand genommen, dass 6 Wohnhäuser und ebenso viele Stadel abgebrannt. Und weil so eine große Dürre war, ist es so
           geschwind zugangen, dass die armen Leut nichts heraus bringen und erretten konnten. Man hat auch vor großer Hitz nit
           hinzukommen und retten können.
 
1618 bis 1648 Während des 30-jährigen Krieges wurde wiederholt durch Soldaten Brände entfacht.
 
1641 Durch Blitzschlag in den Kirchturm brach am 19. Mai ein Brand aus, der aber rasch gelöscht werden konnte.
 
1648 Während des 30-Jährigen-Krieges sind in Notzeiten alle Verstecke recht. Sogar die Redwitzer Kirche musste als Verwahrungsort
          dienen. Man schaffte vor allem Getreide "wegen Unsicherheit und Feuersgefahr" dort hin.
 
1655 29.1 bis 3.2 ist die Kälte so groß und grimmig gewesen, dass sich kein Mensch daran erinnern konnte, eine solche strenge Kälte erlebt
           zu haben. Diese Kälte hat sich aber sehr bald geändert, nachdem am 4. Februar ein warmer Regen mit starkem Wind gefallen ist,
           durch den Schnee und alles Eis alsobald aufgegangen und zu Grund gegangen ist. Am 4. Februar geriet der Müller Küffner Hans zu
           Wölsau durch eine riesige Überschwemmung der Kösseine in höchste Not.
 
1656 In einem Redwitzer Ratsprotokoll ist vermerkt: Jeder Bürger oder zwei zusammen sollen eine Feuerleiter haben, in der Länge, die
          wenigstens das Hausdach und Rinne erreichen möge.
 
1662 Am 11.11. Brand im Malzhaus des weißen Bierbrauers zu Dörflas.

1667 Am 7. Juni, nachmittags, zwischen 4 und 5 Uhr, ist ein schweres Wetter über Redwitz gezogen und ausgebrochen. Blitz, Donner, Hagel
          und Wind haben viele Fenster eingeschlagen, Bäume und Planken umgebrochen und alles Getreide an Sommer- und Winterbau, samt
          Kraut und Flachs verdorben und zu Boden geschlagen.
 
1669 Dezember: Solch fürchterliche Kälte; viele Personen sind ganz erfroren und gestorben.
 
1675 Ein im "Farbhaus" von Hans Dauscher ausgebrochener Brand hatte eine strenge Untersuchung zur Folge. Dauscher wurde wegen
          Unvorsichtigkeit bestraft. Dem Türmer, der zu spät "angeschlagen" hatte, wurde ein scharfe Rüge erteilt.
 
1682 Brand in Redwitz

1682 wurde unsere Gegend von einem derartigen Wolkenbruch heimgesucht, dass fast die ganze Ernte ruiniert wurde.
 
1690 Alle männlichen Marktbewohner zwischen 18 bis 60 Jahren wurden zu "Nachtstillwachen" herangezogen. Sie unterstanden dem
         "Wachkorporal" und mußten bei dem vereinbarten Feuerzeichen erscheinen.
 
          Erdstöße zu Kulmbach und Bayreuth.

1691 Marktredwitz hat 877 Einwohner.
 
1696 Am 31. Juli wurde die ganze Flur Redwitz von einem schweren Gewitter mit Hagelschlag betroffen.

1704 Der Hausbesitzer Hans Meyer wurde bestraft, weil in seinem Haus durch Unvorsichtigkeit beim Flachshechseln Feuer entstanden war.

1709 Schweres Unwetter am 7. Juni, 7 Uhr abends.
 
1715 Durch einen heftigen Orkan sind in Redwitz 12.000 Klafter Holz gebrochen (Klafter, Raummaß für Holz, 1 preuß. Klafter sind 3,339 m³),
          Straßenbäume wurden entwurzelt und viele Dächer abgedeckt.
 
1723 29. Oktober: Erdstöße zu Selb und Wunsiedel

1725 Eger wird unter der Regierung Karls VI. dem Königreich Böhmen einverleibt und zur "königlichen Stadt" erklärt. Damit kommt auch
          Redwitz an die Krone von Böhmen.
 
1726 Redwitz schafft eine neue "Feuerlöschmaschine" an. Lieferant ist der Glockengießer Christoph Salomo Graulich in Hof.
 
1736 Die Gerätschaften, die zum Löschen des Feuers notwendig waren, wenigstens aber ein lederner oder hölzerner Wassereimer, mußten
          von den Bürgern der Stadt gestellt oder bezahlt werden. Ein Bewerber um das Bürgerrecht im Jahr 1736 musste neben Bürgergeld mit
          einem ledernen Eimer in die bürgerliche Pflicht genommen.
     

 Löscheimer im Feuerwehrmuseum
 
          Die Einhaltung von Brandschutzvorschriften gewährleistete eine regelmäßige Feuerschau. Die Deputierten stellten 1736 fest, dass bei
          Sebastian Schuster Brandwein, Brennzeug gar gefährlich und bei Leonhard Krippner einen gefährlichen Balken und Lorenz
          Prell sehr viel Holz befunden.
 
1736 Am 24. Mai plötzliche Feuersbrunst in den obern Städln, dass in kurtzem 29 bis auf den Grund wegbrannten und der ganze Markt in
          größter Gefahr stund. Der Brand wurde vermutlich durch Soldaten verursacht.
 
1738 Am 7. August vernichtet ein "Wetterschlag" in unserer Gegend den größten Teil der Feldfrüchte; kein einziger Acker blieb verschont. Es
          entstand eine schreckliche Not.
 
1747 Am 11. Januar um 8 Uhr abends entstand beim oberen Tor neuerdings ein Brand, 10 Städel von Bürgern wurden ein Raub der
           Flammen.
 
1756 Am 18. und 19. Februar: großes Erdbeben in Mitteleuropa mit starken Zerstörungen; wurde u.a. in Nürnberg, Bayreuth, Hof und Passau
          wahrgenommen
 
1762 Am 12. März brannte eine Wohnstube bei Johann Reichel auf dem "Pühl" aus.
 
1767 Am 25. August brach im Hause des Töpfermeisters Joh. Jak. Meyer am unteren Markt Feuer aus, dem 13 Wohngebäude und das
          untere Torhaus mit der darin untergebrachten gesamten Registratur der Marktgemeinde zum Opfer fielen.

1771 und 1772 sind bekannt als Unwetterjahre. Der kleine Marktflecken Redwitz und Umgebung mussten in dieser Zeit Furchtbares
          durchmachen.
 
1772 Beschluss des Rates am 28. August in Hof eine neue Feuerspritze, zu bestellen. Die neue „Feuer- und Wasserkunst" kostete 110
          Thaler, sie reichte nicht nur über die höchsten Häuser, sondern kann auch den Kopf des Rathausturms voll bewässern. 
 
1788 Am 24. Juli eröffnet Wolfgang Caspar Fickentscher die erste chemische Fabrik Deutschlands in Redwitz.
 
1796 Am 24. Oktober Erdstöße zu Regensburg, Tirschenreuth, Bayreuth und Wunsiedel
 
1797 Im Mai Schadenfeuer in Redwitz
 
1799 Am Heiligen Abend Schadenfeuer in Redwitz

1807 Am 17. Juni Schadenfeuer in Redwitz
 
          Am 22. Dezember Erderschütterungen in Hof.
 
1810 Der gesamte Landkreis Wunsiedel wird bayerisch.
 
1816 Redwitz zählt 1.300 Einwohner. Am 14. April wird der Markt bayerisch, im Austausch mit der Stadt Vils/Tirol, und dem Obermainkreis
          zugeordnet. Die Einverleibung nach Bayern war nicht im Sinne der Einwohner, so dass in den ersten Jahren eine gewisse
          Missstimmung im Ort herrschte.

          Ab Mai unaufhörliches Regenwetter bis spät in den Oktober. Die Felder glichen mehr einem Teich als einem Acker. Eine große
          Hungersnot bricht herein.
 
1822 Am 6. Oktober schrecklicher Brand: Der Turm und das Dach der evangelischen Kirche, die Schule, der Pfarrstadel, 36
          Wohnhäuser, darunter die Wohnung des Pfarrinspektors, Diakons, Rektors, Kantors und Apothekers, sowie 42 Scheunen und
          Hintergebäude gehen in Flammen auf, das Rathaus wurde gerettet. Die fünf Glocken waren in der Hitze geschmolzen und stürzten
          herab. Der Schaden war unermesslich groß. Er wurde auf 70.000 fl. (Gulden) geschätzt. Man erfährt hier das erste Mal vom Bestehen
          einer Brandversicherung. Aus der Brandversicherungsanstalt wurde die Summe von 8.000 fl. übermittelt. Dass daneben die
          Mildtätigkeit in Anspruch genommen werden musste, versteht sich von selbst. Eine Liste von etwa 63 Ortschaften (von Asch bis
          Wiesau), vielen Privatpersonen, Pfarrern usw., welche auf "freiem Antriebe in den ersten Tagen des Unglücks ihre Liebesgaben
          eingesendet haben", zeugen von einer großen Solidarität der umliegenden Bevölkerung. Unter anderem spendete Welsau 51 Bund
          Heu, Haag 18 Brodlaib.      

Redwitz nach dem Brand 1822
 
1823 Am 18. Oktober Erschütterung in Münchberg
 
1824 Am 9. und 13. Januar Erdstöße im Fichtelgebirge
 
1826 Redwitz zählt 168 Wohnhäuser.
 
1827 Die Brücke über die Kössein bei Wölsauerhammer wird durch Hochwasser zerstört.
 
1828 Marktredwitz hat 1.617 Einwohner (1.528 Protestanten, 89 Katholiken)
 
1830 um: Bestand: 1 kleine „Löschmaschine", 1 große „Löschmaschine", 42 lederne Feuereimer, 9 Feuerkufen, 7 lange Feuerhaken, 16
          lange Feuerleitern
 
1834 Aufforderung des kgl. Landgerichts Wunsiedel an die Gemeinden, binnen 8 Tagen ein Verzeichnis über vorhandene
          Feuerlöschgerätschaften anzufertigen. 

          Auftrag eine Feuerlöschordnung anfertigen zu lassen. Seit 1828 existierte im Markt Redwitz eine Sammlung von „Vorschriften der
          Feuerpolizey-Ordnung", die auf Anweisung des Landgerichts immer wieder geändert und ergänzt wurde.

1836 Kleinere Brände am 14. Juni, 15. Juli und 25. Juli zurückzuführen auf Brandstiftung
 
          29. September: Brandausbruch in einem Schuppen, Großes Brandunglück: 49 Wohnungen, 64 Nebengebäude, das
          Mädchenschulhaus in der Ottostraße und vor allem die südliche Zeile des Marktes werden ein Raub der Flammen innerhalb von 10
          Stunden,  94 Familien obdachlos, auch die Turmkuppel der kath. Kirche wurde zerstört.

1837 Aufbau von 37 Haupt- und 21 Nebengebäuden

1838 Redwitz hat 1.600 Einwohner; den bis dahin nach Flüssen benannten Kreisen (bei uns Obermainkreis) werden neue
          volksstammgeschichtliche Benennungen gegeben. Unsere Gegend wird Oberfranken zugeschlagen.
 
1839 Am 29. Januar geriet ein am Brauhaus lagernder Holzstapel in Brand.
          Am 15. September brach in einem Haus beim Kalkofen der Gemeinde ein kleines Feuer aus.
 
1841 In der chemischen Fabrik wurde am 27. März nachts ein Schlot brennend. Der Fabrikbesitzer und drei Arbeiter wurde mit Geldstrafen
          belegt.
 
1842 Ein Feuer musste gelöscht werden.
 
1843 Der Redwitzer Magistrat erläßt eine neue „Feuerpolizei-Ordnung mit 30 Artikeln, nach der jeder Bürger gehalten war, in seinem Hause
          einen ledernen Feuereimer bereit zu halten.
 
          Am 12. März brach im Kupferhammer des Hammerbesitzers und Landtagsabgeordneten Glaß ein Brand aus. Wesentlich gefährlicher
          war das Schadensfeuer am 4. September, das im Hintergebäude des Fabrikanten Rockstroh und des Büttners Deuerling ausbrach.
 
          Am 4. September beschädigt ein Brand das Schloß Dörflas (heute Gasthaus Goldener Löwe). Das Dach und andere Gebäudeteile
          werden in Mitleidenschaft gezogen.
 
1846 Ein kleiner Brand am 12. September im oberen Markt konnten schnell gelöscht werden.
 
1847 Schuppenbrand bei der chemischen Fabrik
 
          Am 30. Juli ein starkes Gewitter, wo es in Thölau eine Taglöhnerin erschlug.

1849 Am 13. Juni brannten im oberen Markt mehrere Häuser ab. Das Gemeinde-Bräuhaus in Redwitz wurde am 13. Juni durch ein Feuer
          total vernichtet.
 
          Am 1. April wird die Eisenbahnlinie Nürnberg - Marktredwitz - Hof errichtet.
 
1851 Auf Anordnung des Landgerichts Wunsiedel trafen sich im Jahre 1851 viele Gemeindevorsteher und berieten über die „Bildung von
          Rettungsvereinen".
 
1855 Am 25. Juli großes Waliser Erdbeben, wurde im ganzen Fichtelgebirge wahrgenommen.
 
1857 Der Magistrat gibt eine neue Feuerlöschordnung heraus, nach der alle männlichen Marktbewohner im Alter von 15 bis 60 Jahren zu
           Hilfeleistung bei Feuersbrünsten verpflichtet waren. Sie beinhaltete 80 Paragraphen, alle organisatorischen Neuerungen waren
           integriert. Für jede fahrbare Löschmaschine wurden zwei Spritzenmeister eingeteilt und insgesamt 80 „Druckmannschaften" aus den
           Reihen der Insassen und Lohnarbeiter.
 
1857 Auch das in Redwitz stationierte „Feuerpiquet" des kgl. II. Schützen- Landwehr-Compagnie-Commandos" wirkte mit: 24 Mann Gemein,
           1 commandierender Officier, 1 Serg(e)ant, 2 Corporals; starke Bodenbewegung in Selb und Bayreuth verspürt. 
 
1866 Im Frühjahr erregte eine Feuersbrunst großes Aufsehen, als die Küffnermühle an der oberen Mühlgasse eingeäschert wurde.
 
          König Ludwig II. besucht am 17. Juni den Markt, eine Telegraphenstation mit Morsebetrieb wird eingerichtet.